LoMo - Sprachübergreifende Diagnostik mit dem "Comprehensive Aphasia Test"

Datum Start
06.12.2027
Datum Ende
06.12.2027
Zeiten:
Mo. 18:00 - 20:30
Mindest-Teilnehmerzahl
10
Fortbildungspunkte
3
Unterrichtseinheiten
3.0
Fachbereich:
Neurologie
Kategorie:
Aphasie/Demenz/Sprechapraxie
Kursnummer
BSWH-2712-O
Gebühr
66.00 €
Freie Plätze
verfügbar
Art
ONLINE

NEU!

Der international bekannte ‚Comprehensive Aphasia Test‘ (CAT) (englisches Original von Ho-ward, Swinburn, & Porter, 2004) ist oder wird derzeit in 26 Sprachen übertragen, darunter in die deutsche Sprache (Brühl & Wenger, in Kooperation mit der CAT-Arbeitsgruppe, Testpublikation in Vorbereitung). Die modern ausgerichtete Testbatterie ist gut theoretisch begründet, statistisch evaluiert, klinisch erprobt und international verbreitet. Sie ermöglicht durch die Vereinheitlichung von Outcome-Maßen sowohl den wissenschaftlichen Vergleich aphasischer Leistungsmuster über die sprachlichen Grenzen hinweg, als auch eine umfassende klinische Diagnostik in mono- und multilingualen Kontexten. Die elektronischen Versionen des CAT ermöglichen eine vergleichende Testdurchführung auch in Sprachen, die die TherapeutIn selbst nicht beherrscht. Damit bietet der CAT die Möglichkeit in unserer zunehmend multilingualen Welt eine Aphasie sprachübergreifend zu diagnostizieren.

Der CAT besteht aus drei Teilen: (1) Die symptomorientierte Sprachbatterie erfasst die Leistun-gen in den vier Modalitäten Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben und gibt einen Überblick über das sprachliche Leistungsmuster in 26 Aufgaben. (2) Das kognitive Screening gibt erste Hinweise auf neuropsychologische Begleitstörungen, die Einfluss auf die Sprachleistung haben könnten. (3) Der Aphasia Impact Questionnaire (AIQ-21; Swinburn et al., 2018) berücksichtigt die Lebensqualität und das subjektive Empfinden der betroffenen Personen in Bezug auf die prakti-schen, psychologischen und sozialen Auswirkungen der Aphasie.

Das Kurzseminar bietet Ihnen einen Überblick über die Erfassung der sprachlichen Symptome und Ressourcen, der kognitiven Hürden und der Sicht von betroffenen Personen im Rahmen des CAT in Theorie und Praxis. Zudem lernen Sie, wie Sie die Testbatterie bei mono- und multilingua-len Personen mit Aphasie optimal zur Therapieplanung, Verlaufsdiagnostik und Identifikation des Bedarfs an vertiefender Diagnostik von Teilleistungen einsetzen können.


Keywords:

CAT, Aphasie, Sprechen, Lesen, Verstehen, Schreiben, kognitive Screening, soziale Auswirkunge, Diagnostik, Fragebogen, praktische Übungen

Stefanie PD Dr. Brühl

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Priv.-Doz. Dr. Stefanie Brühl, Klinische Linguistin (BKL), ist Privatdozentin für Kognitive Neurowissenschaften und Medizinische Psychologie an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Gastwissenschaftlerin in der Sektion Klinische Kognitionsforschung an der RWTH Aachen, sowie selbstständig tätig. Seit ihrem Magisterabschluss in Deutscher Philologe, Philosophie und Politischer Wissenschaft im Jahre 2001 ist sie klinisch, wissenschaftlich und lehrend an (außer-)universitären und klinischen Einrichtungen tätig, darunter an den Universitäten in Aachen, Freiburg, Urbana-Champaign (USA), Sydney (AUS) und Manchester (UK), an SRH-Fachhochschulen, sowie an Kliniken in Hagen und Meerbusch. Ihre Themenschwerpunkte sind die Entwicklung, Überprüfung und didaktische Vermittlung von Methoden zur Diagnostik und Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen sowie ihren neuropsychologischen Begleitstörungen nach Schlaganfall und bei Demenz. Dabei stehen innovative Ansätze im Vordergrund, die auf modelltheoretischen, computationalen und/oder neurowissenschaftlichen Grundlagen beruhen und die unter Berücksichtigung klinischer Erkenntnisse theoretisch fundiert und praxisnah vermittelt werden. Sie ist unter anderem Mitautorin von SAPS (Brühl et al., 2022), ESKOPA-TM (Grewe et al., 2020) und Szenario-Test (Nobis-Bosch et al., 2020) sowie in die aktuelle Entwicklung der Leitlinie „Aphasie und Sprechapraxie“ involviert. Weitere Informationen auf https://steffiebruehl.de