Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN): Phonologie

Datum Start
Datum Ende
Zeiten:
Fr., 13:00 - Fr., 19:45
Sa., 09:00 - Sa., 16:30
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Fachbereiche:
Kursnummer
JT-2006
Gebühr
270.00€

Den Teilnehmern werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur phonologischen Entwicklung sowie zur Einteilung kindlicher Aussprachestörungen vermittelt. Im Mittelpunkt des Seminars steht die phonologisch orientierte Therapie. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über verschiedene Therapieansätze, wie die „Psycholinguistisch orientierte Phonologie Therapie (P.O.P.T.)“ (Fox-Boyer 2016, 2016a) oder „Metaphon“ (Howell & Dean 1984, Jahn 2006). Anschließend wird das Konzept des neuen PLAN – Phonologie Materials (Materialien zur Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz – Phonologie, Kauschke, C. & Siegmüller, J. (Hrsg.) (2019) für Kinder mit Aussprachestörungen im Bereich Phonologie und Prosodie (Wortbetonung und Wortstruktur) vorgestellt. Die Konzeption des Ansatzes wird durch Forschungsergebnisse untermauert. Es kommen zum einen rezeptive Methoden wie die Identifikation und Differenzierung von Lauten bzw. Lautmerkmalen (auf Laut- und Wortebene) sowie erstmalig im Rahmen der Phonologietherapie auch Inputspezifizierungen in Form von Geschichten mit Lauthäufungen des Ziellautes zum Einsatz. Zum anderen wird die bedeutungsunterscheidende Funktion von Phonemen mithilfe expressiver Methoden wie der Kontrastierung von Minimalpaaren (oder –Triplets) oder multiplen Oppositionen erarbeitet. Die einzelnen Therapie- und Übungsbereiche sowie entsprechende Methoden können je nach Kind individuell ausgewählt, gewichtet und verknüpft werden. Das Material, welches kindgerecht gezeichnete Bildkarten, Symbolkarten und Wimmelbilder sowie Inputgeschichten mit Lauthäufungen und Geschichten zur Einführung von Lautsymbolen enthält, bietet die Möglichkeit einer strukturierten Vorgehensweise und ist vielseitig und  flexibel anwendbar. Die Teilnehmer des Seminars lernen die konkrete Vorgehensweise bei verschiedenen Arten von phonologischen Prozessen (z.B. Substitutionsprozesse oder Silbenstrukturprozesse) kennen und sammeln praktische Erfahrungen mit dem Material. Die genannten Inhalte werden praxisnah anhand von Videobeispielen vermittelt. Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, eigene Fallbeispiele einzubringen und ihre neuen Kenntnisse in Kleingruppen zu vertiefen.

Jahn, Tanja

Tanja Jahn

Tanja Jahn beendete ihre Ausbildung zur Logopädin 1990. Im Anschluss an Tätigkeiten an Krankenhäusern studierte sie Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH Aachen. Seit 2008 unterrichtet sie am Lehrinstitut für Logopädie in Düsseldorf-Lörick im Fachbereich „Kindersprache“. Außerdem ist sie in einer logopädischen Praxis und einem Kindergarten tätig und gibt Seminare für ErzieherInnen und LogopädInnen („Sprachförderung bei unter Dreijährigen“, „Mehrsprachigkeit“ , „Aussprachestörungen“ u.a.).

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