Kon-Lab 4: Therapie der SES nach Dr. Zvi Penner - Sprachverständnis

Datum Start
Datum Ende
Zeiten:
So., 09:00 - So., 16:30
Fortbildungspunkte
8
Unterrichtseinheiten
8
Fachbereiche:
Kursnummer
NK-2011
Gebühr
170.00€

Die Entwicklung des Sprachverständnis vollzieht sich in mehreren Schritten. Können Kinder in den ersten 3 Jahren sprachliche Äußerungen situativ und kontextgebunden verstehen, entwickelt sich im Kindergartenalter die Fähigkeit, Sprache losgelöst von der Situation zu verstehen. Nun können Kinder fremde Perspektiven einnehmen und Phantasie- Rollenspiele werden möglich. Dieses beeinflusst das Lernvermögen der Kinder zwischen 3 und 5: die Kinder können nun die Sprache nutzen, um Wissen zu erwerben. Typischerweise interessieren sie sich nun für ferne Welten: Dinosaurier und Indianer sind Themen, für die sich sprachunauffällige Kinder begeistern lassen. Mit 5 Jahren lernen Kinder dann Hypothesen bilden und verstehen zu können und werden zu „kleinen Forschern“.  Kinder  mit spezifischer Spracherwerbsstörung stagnieren meist schon beim Übergang zum kontextfreien Sprachverstehen. In der Therapie finden sich Kinder, die das Sprachverständnisalter von 4 Jahren nicht erreichen, was zu Defiziten in der kognitiven Entwicklung führt. Der Kurs befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Sprachverständnisses. Im Vordergrund steht die Entwicklung des Sprachverstehens an der Schnittstelle zum Lexikon, sowie die Umsetzung in den therapeutischen Alltag.

Eine Übersicht über den Kon-Lab – Fachtherapeut gibt es hier.

Dr. Nonn, Kerstin

Nonn, Kerstin

Dr. Kerstin Nonn schloss ihre Ausbildung zur Logopädin 1993 in Münster ab. Bis 1997 studierte sie in Aachen Lehr- und Forschungslogopädie. Sie arbeitete von 1997 – 2002 als Lehrlogopädin Logopädieschule Münster. Seit 2002 ist sie Leitende Lehrlogopädin am Klinikum der Universität München. Unterstützte Kommunikation (UK) studierte sie am Trinity College Dublin und war 1,5 Jahre Mitarbeiterin am niederländischen Forschungsinstitut für Rehabilitation in Hoensbroek. 2015 promovierte sie zum Thema „Narrative Fähigkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung unter besonderer Berücksichtigung von Leichter Sprache“.

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