Die Intensiv-Modifikation-Stottern (IMS) - Ein Therapieansatz für Stottern bei jugendlichen und erwachsenen Stotternden

Datum Start
Datum Ende
Zeiten:
Fr., 10:00 - Fr., 17:30
Sa., 09:00 - Sa., 16:30
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Fachbereiche:
Kursnummer
ZH-2003
Gebühr
290.00€

Zentrale Bestandteile der Fortbildung sind die Therapiephasen der Desensibilisierung und Modifikation. Ein Vielzahl an konkreten  praktischen Übungsbeispielen  fokussiert auf die Bearbeitung des Stotterns in diesen beiden Therapiephasen. Die Ergebnisse der therapeutischen Tätigkeit von Joseph Sheehan, Charles Van Riper und Marcel Wingate sind Bestandteil dieser Interventionen. Die Phasen der Identifikation und Stabilisierung werden hinsichtlich ihres methodischen Vorgehens beschrieben.
Im Teil Modifikation sollen die Kursteilnehmer unter Bezug auf die physiologischen Forschungsergebnisse während eines Stotterereignisses, die Funktionsweise der Blocklöse- und Blockverhinderungstechniken (Pull-Out, Prolongation) verstehen und nach intensiver Einübung anwenden können. Dabei wird auch eingehend auf das übungsdidaktische Vorgehen im Therapieverlauf (Abfolge, Übungsintensität, individuelle Therapieziele,...) eingegangen. Die hier vermittelten Modifikationstechniken sind vom Kindheitsalter (ab ca. 7 Jahren) bis zur Behandlung von erwachsenen Stotternden geeignet.
Im Bereich Desensibilisierung sollen Verfahren erlernt werden, die bei stotternden Jugendlichen und Erwachsenen die Arbeit an selbstabwertenden Einstellungen und negativen Gefühlen  in den Focus stellen. Bereits in  dieser Phase werden blockmodifiziernde Interventionen eingesetzt und Übungsprogramme vermittelt, die den erfolgreichen Einsatz der Sprechtechniken zum Ziel haben (motorische Desensibilisierung). Schwerpunkt der Desensibilisierung im emotionalen Bereich stellen die Verfahren der kognitiven Umstrukturierung dar (psychologische Desensibilisierung).

Zückner, Hartmut

Zückner Hartmut

Hartmut Zückner, ist Lehrlogopäde für Stottern und Poltern am Universitätsklinikum Aachen und Lehrbeauftragter für Redeflussstörungen im Studiengang Lehr- und Forschungslogopädie der RWTH Aachen. Nach langjähriger Erfahrung als Therapeut auf der Grundlage verschiedener Nicht-Vermeide-Ansätze entwickelte er 2001 das Therapiekonzept „Intensiv-Modifikation-Stottern“. Zusammen mit Peter Schneider verfasste er das Konzept der „Aachener Analyse unflüssiger Spontansprache.“

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