Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen bei Kindern

Datum Start
Datum Ende
Zeiten:
Fr., 10:00 - Fr., 17:30
Sa., 09:00 - Sa., 16:30
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Kursnummer
VK-2003
Gebühr
280.00€

Hintergründe verstehen, Symptome diagnostizieren und betroffene Kinder förderlich begleiten Kinder, die Schwierigkeiten bei der auditiven Dekodierung von Sprache haben, reagieren oft nicht so, wie wir es für ihr Entwicklungsalter erwarten würden. Der Schulalltag ist für diese Kinder oft sehr anstrengend, weil sie zwar gut hören, aber oft nicht ausreichend verstehen, vor allem unter Störschall. Sie haben zudem häufiger Schwierigkeiten bei der Lautdiskrimination, können verbal gestellte Aufträge oft nicht altersgerecht speichern und reagieren u.U. nicht angemessen. Folgen können Orientierungsprobleme, Rückzugstendenzen, aggressives Verhalten und ggf. soziale Ausgrenzung sein. Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsschwächen treten häufig im Verbund mit weiteren Komorbiditäten auf, die eine genaue diagnostische Abgrenzung erschweren und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Interpretation der Störungsbilder erfordern.
 

In dem zweitägigen Seminar

  • wird ein Überblick über die theoretischen Grundlagen sowie das Symptombild einer AVWS gegeben und mit Hilfe von kleinen Übungen selbst erfahrbar gemacht.
  • werden Möglichkeiten und Grenzen der Diagnostik gekennzeichnet und ausgewählte Testverfahren anhand von Videobeispielen anschaulich gemacht.
  • werden Interventionsmaßnahmen (u.a. gezielte Hörübungen, verschiedene Kompensationsmöglichkeiten) aufgezeigt sowie geeignete Förderprogramme und Materialien vorgestellt.
  • werden Übungen zur achtsamen Schulung von Selbstwahrnehmung, Fokussierung, Konzentration und Selbstwirksamkeit im Zusammenhang mit dem Störungsbild (auf Basis neuropsychologischer Erkenntnisse) beschrieben und selbst erprobt.
  • werden vorher eingesandte (anonymisierte) Fallbeispiele besprochen und im Austausch untereinander geeignete Fördermöglichkeiten entworfen.

Vogt, Kathrin

Vogt, Kathrin

Kathrin Vogt ist seit 2016 als Sonderschullehrerin im Hochschuldienst an der Universität Köln in der Ausbildung von SonderpädagogInnen im Fachbereich Audiopädagogik (Pädagogik und Rehabilitation lautsprachlich kommunizierender Menschen mit Hörschädigung) tätig. 25 Jahre war sie an verschiedenen Förderschulen (Schwerpunkt: Hören und Kommunikation) in der Unterstützung peripher und zentral hörgeschädigter Kinder (vor allem in Frühförderung und schulischer Inklusion), der Beratung und Begleitung von Eltern, ErzieherInnen, Regelschullehrkräften und TherapeutInnen tätig. Ein besonderer Schwerpunkt bildete die Diagnostik bei Kindern mit Verdacht auf AVWS im Rahmen der schuleigenen Beratungsstelle. Zahlreiche Vorträge und Fortbildungsangebote in unterschiedlichen Fachkreisen ermöglichen ihr auch jetzt einen regen Austausch in diesem Bereich.

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