Heidelberger Marschak Interaktionsmethode (H-MIM)

Datum Start
Datum Ende
Zeiten:
Mi., 10:00 - Mi., 17:30
Do., 09:00 - Do., 16:30
Fortbildungspunkte
16
Unterrichtseinheiten
16
Kursnummer
SHM2-1910
Gebühr
280.00€

In Therapie und Diagnostik finden wir immer wieder Kinder, mit denen eine übliche defizit-orientierte Testdiagnostik unmöglich erscheint. Diese Kinder sind beispielsweise schüchtern-scheu, gehemmt oder oppositionell-verweigernd oder zeigen ein anderes Verhalten bzw. eine Entwicklungsstörung oder Behinderung (z. B. auch Autismus), die die Ergebnisse der Diagnostik fraglich machen. Eine Ergänzung oder eine Alternative bietet die Heidelberger Marschak Interaktionsmethode. Ihre alltagsnahen Aufgaben ermöglichen die Beobachtung der Beziehung zwischen der  Bezugsperson und dem Kind. Die Verhaltensweisen, die eine normale Testung so schwierig machen, kommen hier viel weniger zum Tragen. Wichtige Informationen könnnen sowohl für eine ressourcen-orientierte Therapie, eine Elternberatung oder eine Diagnostik erkannt werden. Für Fachleute aus dem Bereich Sprachtherapie/Logopädie ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit der Spontansprachanalyse bei Kindern, deren Sprachverhalten (z. B. beim Stottern, beim selektiven Mutismus) beobachtet werden soll. Diagnostiker und Gutachter erhalten Informationen zu dem sozio-emotionalen Möglichkeiten des Kindes und seiner Bezugspersonen.

Lerninhalte:

  • Theoretische Grundlagen der H-MIM
  • Anwendungsbereiche der H-MIM
  • Planung und Setting der H-MIM
  • Beobachtung einer Eltern-Kind-Interaktion (H-MIM) anhand eines Videofilms
  • Training der systematischen Beobachtung von Eltern-Kind-Interaktionen
  • Differenzierung von Beobachtung der Fakten und deren Interpretation
  • Möglichkeiten der Auswertung
  • Selbsterfahrung in der dyadischen Interaktion.

Als eine Möglichkeit der Interaktion mit „schwierigen Kindern“ erhalten Sie einen Einblick in das Theraplay. Das Manual und die Anweisungskarten zur H-MIM können sie im Kurs für 98,00 € erwerben.

Schulte-Hötzel, Markus

Markus Schulte-Hötzel ist Lehr-Logopäde, Theraplay-Therapeut und Individualpsychologischer Berater. Seit 1993 ist er staatlich anerkannter Logopäde mit dem fachlichen Schwerpunkt „komplexe Sprachentwicklungsstörungen“, u. a. bei Selektivem Mutismus, Störungen aus dem Autistischen Spektrum - seit 1998 in eigener Praxis tätig. Herr Schulte-Hötzel gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungen im Bereich Beratung und Therapie, u. a. Neurofunktioneller Reorganisation (1994 – 1996), Sensorischer Integration (1995), Myofunktionelle Therapie (1993 - 2000), Theraplay (1996 – 2000), Taktkin (2000), Praxisanleitung (2006/2007), Individualpsychologie (2007 – 2012), Lingva Eterna (2014 - 2018). Seit 2001 gibt er auch regelmäßige Lehraufträge an verschiedenen Lehranstalten für Logopädie sowie Fortbildungsakademien für Pädagoginnen und Therapeuten.
Mehr Infos unter: www.hoetzel-logopae.de, www.schulte-hoetzel.de

 

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